Warum die Ansteckungsgefahr für Covid 19 in geschlossenen Räumen über Tröpfcheninfektion ungleich höher ist als an der frischen Luft

Feinstaub und Mikropartikel in der Raumluft – wie uns Ionen helfen können

 

Nach einem Meeting am offenen Fenster stehen, einfach mal vor die Tür gehen…

Ionenmangel in Räumen – hohe Infektionsgefahr über Aerosole

Ionenmangel im Raum – Fenster auf oder …?

Noch schöner wäre: Endlich Urlaub haben, ab ins Gebirge oder an die See.

Wenn wir beim Wandern an einen mehr oder weniger großen Wasserfall kommen, möchte der eine oder andere dort verharren und gerade diese Luft genießen. Wir fühlen uns dort wohl.

Jeder von uns kennt mindestens eines dieser Bedürfnisse. Warum ist das so?

Die Erklärung liegt – wie so oft – in der Natur der Dinge.

In der freien Natur gibt es viele Ionen in der Luft. Das sind je nach Ort unterschiedlich viele und ist ganz natürlich.

Freie Ionen entstehen durch elektrische Entladung, so zum Beispiel bei einem Gewitter. Daher kommt wohl auch der Spruch: Eine Luft wie nach einem reinigenden Gewitter.

In einem Wasserfall herrschen unendlich große Kräfte. Moleküle zerreißen voneinander, wenn die Massen viele Meter herabstürzen, auf Felsvorsprünge treffen und plötzlich ihre Geschwindigkeit und Flugrichtung ändern. Wasser enthält verschiedene Stoffe, Salze und Minerale, zum Teil in Lösung. Eine Lösung im Wasser zeichnet sich dadurch aus, dass Molekülgruppen „zerfallen“ und unterschiedliche Ladungen tragen, die in Summe wieder ausgeglichen sind. So löst sich dann Wasser in Wasser: H2O zerfällt in H+ und OH-. Sauerstoff und vieles mehr ist in Gewässern zu Hause. Und so kommt es, dass bei einem Wasserfall viele kleine Partikel, winzige Wassertröpfchen mit Molekülen unterschiedlicher Ladung entstehen. Oft erkennen wir einen scheinbar „stehenden Schleier“ vor dem Wasserfall. Dann sind extrem viele Ionen in der Luft, nicht selten über 50.000 Ionen pro qcm.

Auch im Gebirge tragen wir Sonnenschutz auf, genau wie an der See. Dort herrscht UV-Strahlung, vor der wir uns schützen müssen. Diese energiereiche Strahlung ist in der Lage, Luftmoleküle zu zersetzen und freie Ionen zu erzeugen.

Wasserfall gibt ionenreiche Wohlfühl Luft

Im Hochgebirge messen wir bis zu ca. 6.000 und an der See ca. 2.500 Ionen pro qcm,

im Wald sind es ca. 1.500 und in Stadtregionen ca. 500 Ionen pro qcm. In geschlossenen Räumen tendiert diese Zahl gegen Null. Das erklärt unter anderem die oben beschriebene Neigung, gern einmal den Raum zu öffnen, um frische Luft hereinzulassen oder das Gebäude verlassen zu wollen.

So ist auch bekannt, dass Heilkuren nicht gerade am Alex in Berlin oder auf dem Römer in Frankfurt stattfinden, sondern in Regionen außerhalb von Städten, wo mehr Ionen in der Luft vorhanden sind.

Ionen machen uns fit

Genau hier besteht der Zusammenhang mit den vorherigen Aussagen. Ionen in der Luft können das Wohlbefinden steigern, einen Genesungsprozess fördern und die persönliche Leistungsfähigkeit steigern. Und das aus zwei wichtigen Gründen:

  1. Ionen sorgen für eine „saubere“, das heißt partikelarme Luft und
  2. Ionen verbessern unseren Gesundheitszustand

Eine ionenreiche Luft fördert die Fähigkeit, mehr Sauerstoff im Blut aufzunehmen. Warum das so ist, können Mediziner und Lungenheilkundler sehr gut erklären.

Ich möchte den Aspekt einer partikelarmen Luft aus technischer Sicht erläutern.

Wir alle kennen das: Einen Plastikstab durch Reibung statisch aufladen und damit Papierschnipsel aufheben.

Das ist möglich, weil der Plastikstab durch die Reibung eine elektrische Aufladung erhält und das Papier eine andere Ladung hat. Teilchen unterschiedlicher Ladung ziehen sich an. Nach einer Weile fallen die Schnipsel wieder ab, weil sich die Ladungen angleichen und die Schwerkraft eine größere Kraft auswirkt als die elektrostatische Anziehungskraft.

Vielleicht erinnert sich jemand noch an den Physikunterricht, bei dem eine elektrische Ladung an einem Bandgenerator mit zwei Kugel erzeugt wurde. Wenn während des Aufladeprozesses, der oder diejenige mit den längsten Haaren in der Klasse mutig war, sich von Anbeginn an einer der beiden Kugel festzuhalten, standen die Haare förmlich zu Berge. Das ist so, weil Teilchen gleicher Ladung sich abstoßen, die Haare erhalten alle die gleiche Ladung. Nun haben wir ein schönes Bild vor Augen.

In Räumen sammelt sich Staub an, die Luft ist voller Partikel, Staub bindet sich bestenfalls zu Wollmäusen und diese wachsen mit der Zeit.

Ionisierungsanlagen erzeugen „künstliche Ionen“ mit normaler Elektrizität

Führen wir geschlossenen Räumen Ionen mit Ionenerzeugern zu, laden sich die Partikel in der Raumluft an den Ionen auf. Haben alle die gleiche Ladung, stoßen sie sich voneinander ab. Diese „geladenen Partikel“ in der Raumluft haben nun den Drang, sich mit Teilchen anderer Ladung zu verbinden. Wie bei einem Plattenkondensatorsammelt sich an jeder Seite eine Art von Ladung und erzeugt eine Spannung zwischen beiden Flächen. Die geladenen Teilchen der Raumluft sedimentieren an Wand und Boden und hinterlassen eine partikelfreie Raumluft zum Atmen.

So können wir die ionisierte Raumluft gleich doppelt genießen:

  1. Kein Staub wird mehr eingeatmet. Partikel bis hin zum Feinststaub, den KEINE klassische Filtermatte erfassen kann, werden so entfernt.
  2. Ionen im Raum steigern unsere Gesundheit, wenn wir diese einatmen.

Wenn wir uns zu Gemüte führen, dass Feinststäube mit verantwortlich für Demenzerkrankungen sind, sollte das schon Grund genug sein, diesen aus der Raumluft zu verbannen. Nun haben wir aktuell noch die Gefahr der Tröpfcheninfektion über Aerosole in der Raumluft dazubekommen ….

Und wie bekommen wir Ionen in den Raum?

Für diesen natürlichen Vorgang gibt es eine technische Lösung. Wenn wir vor vielen Jahren schon in der Schule damit experimentiert haben, ist es folgerichtig, dass dieses heute zu anwendungsfertigen technischen Lösungen führen musste.

Seit nunmehr weit über 20 Jahren wird auf diesem Gebiet geforscht und entwickelt. In Deutschland konnte schließlich in 2004 von Dipl.-Ing. J. Lehmann aus Kesselsdorf ein Patent entwickelt und angemeldet werden.

Die Technologie wird bereits seit mehr als 10 Jahren in einem Krankenhaus in 8   OP – Räumen eingesetzt. Die Partikelzahl (mineralische Partikel) konnte dadurch auf maximal 59 Stück pro Kubikmeter gesenkt werden. Das entspricht Reinsträumen in der Chipindustrie. Durch eine zusätzlich geregelte Sauerstoffaktivierung ist die Anzahl der nachweisbaren Keime durchweg auf Null gesunken.

Bedarfsgerechte Auslegung

Fast jede raumlufttechnische Anlage kann mit einer Nachrüstung dieser Technik modernisiert werden. Je nach den vorhandenen örtlichen Gegebenheiten können Ionisierungsmodule und gesteuerte Sauerstoffaktivierung nachgerüstet werden.

Sensorik, welche die Strömungsgeschwindigkeit der Luft in der Anlage misst, die Anzahl und Qualität der Partikel in der Luft bestimmt sowie Angaben über die Luftgüte zum Beispiel den CO2-Gehalt liefert, kann der Steuerung die Parameter zu einem bedarfsgerechten und effizientem Anlagenbetrieb liefern.

Das funktioniert sowohl bei einer einfachen Außenluft Qualitätsbehandlung als auch bei aufwendigen, nach dem CO2-Gehalt gesteuerten Umluftanlagen, welche Außenluft nur hinzuführen, wenn es ein zu hoher CO2-Gehalt erfordert. Hier werden die meisten Energieeinsparpotentiale gehoben. Außerdem können mit dieser Technologie bei Ersatzinvestitionen oder Erstauslegungen für neu zu errichtende Gebäude oft kleinere RLT-Anlagen verbaut werden, als ursprünglich geplante. Das führt in der Regel zu einer Senkung der Investitions- und Betriebskosten.

Auslegung mit Simulation

Simulationsprogramme begleiten im Vorfeld die genaue planerische Auslegung nach geltenden Vorschriften und Normen.

Dabei spielen Aspekte der Gebäudenutzung und -beschaffenheit eine Rolle. So sind bei einem Sportstudio, aufgrund des erhöhten CO2 Ausstoßes der Sportler und der Gerüche, besondere Anlagenintensitäten zu berücksichtigen. Diese unterscheiden sich von denen, in einem reinen Bürotrakt, in einer Schule oder in einem leeren Theatersaal bei kleiner Probe mit wenig Beteiligten. Hier muss die RLT-Anlage bei vollem Haus und großer Besetzung auf und hinter der Bühne ganz andere Leistungen vollbringen.

Bei Umluftanlagen wird über die Sensorik in der Abluft die Intensität der Luftbehandlung bereits so gesteuert, dass Partikel und Geruchsbelastungen in der RLT-Anlage durch die Ionisierung und Sauerstoffaktivierung effizient beseitigt werden, und die aufbereitete Zuluft eine der Gesundheit zuträgliche Beschaffenheit hat.

Nachrüstung von Ionisierung wertet RLT-Anlagen auf

Wie am Beispiel des Krankenhauses von vor 15 Jahren kann die Nachrüstung für die Modernisierung einer bestehenden Anlage so ausgelegt werden, dass die Partikelzahl in der Luft auf ein größtmögliches Minimum sinkt.

Wenn keine zentralen RLT-Anlagen in Gebäuden vorhanden sind, können auch einzelne Räume mit Inonisierungsanlagen nachträglich ausgestattet werden.

Und somit wird wieder einmal deutlich, warum der Aufenthalt an frischer Luft gesund ist. Oder warum es wichtig ist, Räume mit Ionen zu „beschießen“ und dadurch Innenraumluft in einen Zustand zu versetzten, der der Gesundheit zuträglich ist sowie dei Gefahr der Tröpfcheninfektion erheblich reduziert.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Roland Krüger
GF der 1st SELECTION GmbH

https://1st-selection.eu/ioniserung